Tipp des Tages

Drei (Un)Wahrheiten über Gelenkschmerzen

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und wird daher zunehmend intensiv erforscht und diskutiert. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich sowohl veraltete als auch grundlegend falsche Informationen verbreiten und im Allgemeinwissen verankern. Um dem entgegenzuwirken, möchten wir Ihnen heute 3 Unwahrheiten über diese Gelenkerkrankung vorstellen und Sie über diese aufklären:

(Un)Wahrheit1: Arthrose ist eine normale Begleiterscheinung des Alterns, die im Laufe des Lebens durch die Abnutzung der Gelenke entsteht.
Dass es sich bei Arthrose nicht um einen normalen Bestandteil des Alterungsprozesses handelt, wird schon dadurch deutlich, dass immer häufiger auch junge Menschen in ihren 20er- und 30er-Jahren von der Gelenkerkrankung betroffen sind. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und umfassen unter anderem:
  • eine entsprechende genetische Veranlagung,
  • Entzündungen in den Gelenken durch vergangene Verletzungen,
  • starke, ungleich verteilte (Fehl-)Belastungen durch gewisse Sportarten,
  • eine fehlerhafte Körperhaltung,
  • ungesunde Ernährung und Übergewicht sowie
  • Krankheiten wie Stoffwechselerkrankungen und Typ-2-Diabetes.
All diese und noch weitere Faktoren erhöhen erwiesenermaßen das Risiko, an Arthrose zu erkranken. 

(Un)Wahrheit2: Die betroffenen Gelenke sollten geschont und möglichst wenig bewegt werden.
Bei einer Arthrose nimmt der Knorpel des betroffenen Gelenkes Schaden oder verschwindet sogar komplett. Der Knorpel ist eine Art schützender Dämpfer zwischen den im Gelenk aufeinandertreffenden Knochen und verhindert, dass diese bei Bewegung aneinanderreiben. Ist der Knorpel beschädigt oder nicht mehr vorhanden, ist dieser Schutzmechanismus nicht mehr gegeben, sodass es zu starken Schmerzen und einer Steifigkeit der Gelenke kommen kann. Die intuitive Reaktion darauf ist häufig, in eine Schonhaltung zu verfallen und die Gelenke möglichst wenig zu bewegen. Dabei führt genau dies zu einer Verschlimmerung der Beschwerden, da der Knorpel durch die ausbleibende Bewegung weniger durchblutet wird und auf diese Weise noch stärker abbaut. Nicht zuletzt führt eine Schonhaltung dazu, dass andere Gelenke deutlich stärker und ungleichmäßig belastet werden, was wiederum zu weiteren Schäden führen kann.

(Un)Wahrheit3: Eine Arthrose kann nicht gelindert werden.
Zwar gibt es tatsächlich noch keine Behandlung oder Therapie, die Arthrose und die damit verbundenen Gelenkschmerzen behebt oder heilt, dennoch können die Beschwerden in vielen Fällen durch unterschiedliche Methoden gelindert werden. Zunächst ist es, wie bereits erwähnt, äußerst wichtig, dass das betroffene Gelenk weiterhin ausreichend bewegt wird. So wird der Knorpel durchblutet und mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Ebenso wichtig wie ausreichend Bewegung ist aber auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Diese führt zum einen dazu, dass Entzündungen im Körper, die sich ebenfalls stark auf die Gelenke auswirken können, verhindert werden. Zum anderen ist es hierdurch im Falle eines Übergewichts möglich, gesund und nachhaltig abzunehmen, wodurch die Gelenke zusätzlich entlastet werden.

Wichtig: Fragen Sie unbedingt auch Ihren Arzt um Rat! Er wird Ihnen sagen, welche Maßnahmen in Ihrem individuellen Fall besonders wirksam und effektiv sein können.